Fish River Canyon:
Der Fish River Canyon gehört zu den größten Vertretern seiner Art. Er ist nach dem Grand Canyon der zweitgrößte der Welt und beeindruckt jeden, der ihn je gesehen hat durch seine enorme Größe und Weite. Demütig steht man vor Gottes Schöpfung und begreift dessen Herrlichkeit. Was ist schon der Mensch im Gegensatz zu der Weite des Universums? Doch nur ein Sandkorn in der Wüste!
Der Fish River Canyon ist mit seinen beeindruckenden und bis zu 500 Höhenmetern aufragenden Steilwänden ähnlich beeindruckend wie sein großer Bruder, der Grand Canyon in Amerika.
Ähnlich wie in Kalifornien schlängelt sich auch hier ein Fluss durchs Tal: Der Fish River bahnt sich seinen Weg durch durch die grandiose Landschaft, die wiederum Assoziationen an Karl May aufkommen lässt. Winnetou und Old Shatterhand könnten hier ihre spannenden Abenteuer erlebt haben.
Exquisite Unterkunft, morgens ein reichhaltiges Buffet mit kalten und warmen Speisen, abends ein Buffet, das seines gleichen sucht, das ganze eingebettet in einen paradisischen Naturpark: Kein Zweifel, wir waren in der Canon Lodge angekommen.
Nachspeisen, Kuchen und ein gut gezapftes Fassbier lassen sich den Besucher oftmals ins Schlaraffenland versetzt fühlen, wo dem Besucher ja bekanntlich die gebratenen Tauben in den Mund fliegen.
Will man wirklich erfassen, welche Naturgewalten hier in Jahrmillionen gewirkt haben, bietet sich ein Rundflug über den Fish River Canyon an. Erst aus der Luft lässt sich die enorme Größe und Weite der Landschaft annähernd erfassen. Stumm und ehrfürchtig drehen wir staunend und fasziniert über dem gewaltigen Massiv unsere Runden.
Von hier oben bekommt man einen Blick weit in den Schwarzen Kontinent hinein geboten und erfährt die herrliche Landschaft von einer ganz anderen Seite. Ein unvergessliches Erlebnis und mit Sicherheit einer der Höhepunkte der Reise!
Gute und günstige Unterkunft bietet hier zum Beispiel das Canyon-Road-House in dem es demnächst wohl auch elektrischen Strom geben soll! Trotz allem, wer warm duschen möchte, wird auch weiterhin selbst sein Wasser mittels eines Holzofens erwärmen müssen. Fließend Wasser ist zwar vorhanden, jedoch eiskalt! Auf keinen Fall sollte man leichtsinnig und unvorbereitet in den Canyon steigen. Hier herrscht wirklich Lebensgefahr!
An den Hängen stehen vereinzelte Köcherbäume (Aloe dichotoma) mit ihren gabelig vezweigten Ästen. Leider war dies die letze große Station auf unserer faszinierenden Reise und so ging es vom Canyon aus auf den langen Weg zurück nach Windhoek. Unser Urlaub endete schließlich damit, dass wir auf dem Münchener Flughafen mit Boris Becker, den wir in der Bar des Franz-Josef-Strauß-Flughafen sichteten entspannt ein Hefeweißbier genossen, um dann müde in den Flieger gen Hamburg zu steigen.
Tja, Freunde, das war´s. Ich hoffe, alle die mir bis hier hin gefolgt sind, hatten ein wenig Freude an meinen Reiseschilderungen. Vielleicht hat sich der ein oder andere an seinen eigenen Urlaub in diesem schönen Land erinnert gefühlt. Für mich werden die drei Wochen aber ewig unvergesslich bleiben. Herzlichst, Euer Daniel.