Cape Cross:

Robben

Robben, Robben, nichts als Robben. Immer noch auf der Fahrt nach Swakopmund erreichen wir schließlich zur Mittagszeit das Cape Cross Seal Reserve. Beim Öffnen der Autotür schlägt uns schon der üble Geruch dieser imposanten Küstenbewohner entgegen. Auch der Geräuschpegel erinnert eher an ein gefülltes Fußballstadion als an einen ruhigen Küstenabschnitt. Das Blöken der Robben lässt unwillkürlich Erinnerungen an Schafe in der Lüneburger Heide oder auf norddeutschen Deichen aufkommen.

Robben

Trotz allen Robbenwahnsinns, vom Geblöke bis zum Gestank, erleben wir nur die "Light"-Version des Spektakels! Während bei unserem Besuch lediglich weibliche und junge Tiere anzutreffen waren, bevölkern zur Brunftzeit noch weitaus mehr Tiere den Strand. Ausgewachsene Bullen können bis zu 350 kg auf die Waage bringen. Die Männchen dieser kapschen Pelzrobben (Arctocelus posillus-posillus)leben paschalike mit einem Harem von so ungefähr 25 Weibchen zusammen. Seelöwe müsste man sein!

Robben

Schutzwall ist Schutzwall! Auch von hier kann man die faszinierenden Tiere hervorragend beobachten und fotografieren. So schützt dieser Wall letztendlich beide Seiten, sind doch die an Land oft träge wirkenden Kolosse zu wahren Sprintleistungen fähig und können unbedachten Touristen so zur Gefahr werden. Viel mehr wirken sich allerdings Menschen aus, die trotz ausdrücklichem Hinweis die Kolonie betreten und das empfindliche natürliche Gleichgewicht zerstören.

Robben

Wir steigen wieder in unser Auto und haben das Gefühl, wir stinken wie Arbeiter einer Fischfabrik. Sehnsüchtig erwarten wir die Dusche in unserem Hotel in Swakopmund.


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